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Die Blaue Nacht: Odyssee

Lange Nacht der Kunst und Kultur
Die Wege zwischen den Veranstaltungsorten sind kurz. Und doch kann es in Nürnbergs Langer Nacht der Kunst und Kultur Stunden dauern, um etwa vom Opernhaus zur Burg zu gelangen. Denn unterwegs locken gut 70 Kultureinrichtungen mit Musik, Theater und Tanz, verführen Performances und Installationen auf den Straßen zu Umwegen und ziehen die elf hintersinnigen und humorvollen Projekte aus dem Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb an außergewöhnliche Orte. Der Spaziergang durch die Blaue Nacht kann da im besten Sinne zur „Odyssee“ werden. Von ihr haben sich diesmal viele Künstlerinnen und Künstler inspirieren lassen:
Barbara Engelhard etwa zu der wunderbaren Burgprojektion "mit Rosenfingern erwacht" oder Multimediakünstler Philipp Geist zu einer faszinierenden Video-Mapping-Show auf dem Hauptmarkt.

Datum: 06.05.2017, 19:00 Uhr
Ort: Altstadt, Nürnberg
Ticketpreise: im Vorverkauf: Einzelticket: 14,70 Euro, Fünf-Freunde-Ticket: 65,- Euro / Abendkasse: 17,- Euro; Print@home: 21,30 Euro

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Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2025

Informationsabend mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner
Europäische Kulturhauptstadt 2025 – Eine Chance für Nürnberg! Wir wollen Europäische Kulturhauptstadt 2025 werden und starten 2017 in die Bewerbungsphase. Sind Sie neugierig, was das für Nürnberg bedeutet? Dann kommen Sie zu unserem Informationsabend!

Datum: 28.04.2017, 18:30 Uhr
Ort: südpunkt, Pillenreuther Straße 147, 90459 Nürnberg
Eintritt: frei

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Neue Standards - Zehn Thesen zum Wohnen

Ausstellung
Die aktuelle Wohnungsbaudebatte und die damit verbundene Frage, wie wir in Zukunft wohnen wollen und können, nimmt der Bund Deutscher Architekten BDA zum Anlass für seine Ausstellung Neue Standards. Zehn Thesen zum Wohnen. In zehn Thesen plädieren Architektinnen und Architekten dafür, die starke Fokussierung auf technische Standards und regulative Vorgaben gegen die Chance auf eine Dikussion um die Qualität des Wohnens einzutauschen; sie stehen ein für ein Wohnen, das sich auf Essenzielles besinnt und reich an Atmosphäre ist, für ein kompaktes Wohnen mit angepassten Raumstrukturen, für eine Verdichtung als Möglichkeit städtischen Lebens; für ein bezahlbares Wohnen, für Möglichkeiten, wie Menschen am Werden ihrer Stadt beteiligt werden können.

Die Ausstellung versteht sich als Plädoyer für einen Perspektivwechsel im Wochnungsbau, der sich von Standardvorgaben löst und einen Diskurs über ein zukunftsweisendes Wohnen eröffnet.

Zeitraum: bis 07.05.2017
Ort: Neues Museum, Klarissenplatz, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di.-So. 10-18 Uhr; Do. 10-20 Uhr
Eintritt: frei

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70 Jahre Künstlergruppe Der KREIS

Ein Längsschnitt durch die Kunst in Nürnberg seit 1947
Die Nürnberger Künstlervereinigung "Der KREIS" feiert 2017 ihr 70-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum nehmen die Kunstvilla, das Kunsthaus und die KREIS Galerie zum Anlass für groß angelegte Ausstellungen.

Die Kunstvilla präsentiert die Geschichte und Entwicklung des Vereins anhand herausragender künstlerischer Positionen und schlägt dabei einen Bogen von der Gründung der Künstlergruppe im Jahr 1947 über die kulturpolitisch geprägten Debatten der 1960er Jahre bis zu den heutigen Mitgliedern. Für dieses Projekt richtet die Kunstvilla ihre seit 2014 bestehende Dauerausstellung neu ein.

Das Kunsthaus zeigt mit "In den Raum" eine Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit den derzeitigen Mitgliedern der Künstlergruppe und deren Gästen vor Ort entsteht. Der Ausstellung geht ab 6. Mai ein zehntägiges Symposium voran, dessen Ergebnisse vom 18. Mai bis 18. Juni präsentiert werden. In der KREIS Galerie stellen die KREIS-Mitglieder in einem monatlichen Ausstellungsrhythmus ebenfalls ihr aktuelles Schaffen dem Publikum vor.

Zeitraum: 04.05.–08.10.2017
Ort: Kunstvilla im KunstKulturQuartier, Blumenstraße 17, 90402 Nürnberg / Kunsthaus im KunstKulturQuartier, Königstraße 93, 90402 Nürnberg
Eintritt: € 5,-/2,50 (pro Ausstellung)
Tageskarte für beide Ausstellungen: 8,- / 4,-

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Global Art Festival

Interkulturelles und interdisziplinäres Kunst- und Kultur Festival
Das "Global Art Festival" setzt vom 28. bis 30. April mit interaktiver Kunst, transkulturellen Performances und vielem mehr einen neuen Akzent im Nürnberger (Inter)Kulturleben. In der Zentrifunge zeigen zahlreiche Nürnberger Künstler/innen mit unterschiedlichem Migrationshintergrund die grenzensprengende Vielfalt ihres künstlerischen Schaffens, während die Werkstatt 141 eine Ausstellung zeigt, die das transkulturelle Anliegen des Global Art Netzwerkes kreativ vermittelt.

Im Mittelpunkt des Festivals steht die Festival-Ausgabe der "Global Art Session" am Samstagabend um 20 Uhr. Die Perfomances auf und vor der Bühne eröffnen neue Dimensionen und Horizonte, wenn beispielsweise zur traditionellen Sitar elektronische Musik gespielt wird und dazu ein brasilianischer Capoeira Tänzer sein Können darbietet oder wenn zu klassischer Klaviermusik Hip Hop getanzt wird.

Der Sonntag wird dann noch in mehrfacher Hinsicht bewegend: Ab 13 Uhr werden zu Kurzfilmen internationale Kulturhäppchen serviert.

Zeitraum: 28.04.–30.04.2017
Ort: Kulturwerkstatt Auf AEG, Fürther Straße 244d, 90429 Nürnberg
Eintritt: frei

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Albert Speer in der BRD: Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit

Ausstellung
Speer war in der NS-Zeit als erster Architekt des Reiches verantwortlich für Großprojekte wie das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Umgestaltung Berlins. Er zählte zu Hitlers engsten Vertrauten, 1942 wurde er Rüstungsminister. 1946 verurteilten ihn die Alliierten im Nürnberger Prozess zu zwanzig Jahren Haft. Nach seiner Entlassung konnte Speer durch zahlreiche Interviews und Publikationen seine bei Kriegsende entworfene und weiter ausformulierte Legende in die Öffentlichkeit tragen: Er hätte von den NS-Verbrechen nichts gewusst und sei, von der Aura Hitlers verführt, in Krieg und Judenmord unbeteiligt hineingeraten.

Die mit Unterstützung des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin erarbeitete Ausstellung des Dokumentationszentrums lässt die Speer-Legende und damit auch den Umgang der Deutschen mit ihrer Vergangenheit sichtbar werden. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage, warum Speers Geschichten in der BRD so lange und bei so vielen Menschen Resonanz fanden – auch noch, als die Forschung vieles längst widerlegt hatte. Mit unkritischer Bereitwilligkeit folgten Historiker, Publizisten, aber auch die deutsche Öffentlichkeit der Erinnerungsmanipulation des "guten Nazis" – nicht zuletzt, weil er eine Entlastung für jene bot, die sich selbst im Nationalsozialismus engagiert hatten.

Zeitraum: 28.04.–26.11.2017
Ort: Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 110, 90478 Nürnberg
Eintritt: frei

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LIMINALE - Festival der Freien Theater

Das Liminale Festival ist so in seiner Form einmalig in Bayern/ Franken, da es an drei Tagen den Status Quo der Nürnberger Freien Theaterszene abbildet und das aus den verschiedenen Bereichen: vom Klassischen Theater hin zu Performances, Improvisations- und Kinder-/Jugendtheater. Zwei überregionale Gastspiele erweitern das Programm mit hannsjana aus Berlin - feministisches Performancekollektiv - sowie Lalish Theaterlabor aus Wien - Sprachkunsttheater. Kuratiert ist das Festival von der frisch gegründeten Fränkischen Assoziation freier Theater e.V. (FAFT e.V.).

Zeitraum: bis 29.04.2017
Ort: Z-Bau – Haus für Gegenwartskultur, Frankenstr. 200, 90461 Nürnberg

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Der Herzerlfresser von Ferdinand Schmalz

Theater
Im Jahr 1786 findet ein Bauer den nackten Leichnam einer Magd mit herausgerissenem Herzen. Ein Knecht wird verhaftet und gesteht fünf weitere Morde: Besessen von dem Aberglauben, dass derjenige, der die Herzen von sieben Jungfrauen isst, unsichtbar würde, tötete er die Frauen. Er wird von nun an der Herzerlfresser genannt.

Hunderte Jahre später: Ein neues Einkaufszentrum entsteht. Dort suchen Menschen nach einem Ort, um sich begegnen zu können. Das neue Zentrum, der verkehrsgünstige Standort, soll neues Leben bringen und in die Körper pumpen. Die Eröffnung steht bevor. Doch alles ist auf Sumpf gebaut. Schließlich entdeckt man im Sumpf eine weibliche Leiche, mit herausgerissenem Herz. Heimlich im Moor entsorgen, so die Krisenstrategie des Bürgermeisters.

Während das Eröffnungsfest zum Kaufrausch lädt, dringt der Sumpf durch alle Ritzen. Und während die Musik zum Tanz aufspielt, schlagen die einen Herzen höher und die anderen gar nicht mehr. Ein abstruser Thriller in einer skurrilen Dorfgemeinschaft.

Zeitraum: bis 20.05.2017
Ort: Gostner Hoftheater, Austraße 70, 90429 Nürnberg
Eintritt: € 13,50/9,50 (im Vorverkauf); 15,-/11,- (Abendkasse)

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Die schönsten Städte Europas. Die Edition des Georg Braun und Franz Hogenberg

Ausstellung
Sie ist eine der ersten europäischen Städtetopographien der Frühen Neuzeit: die Edition Braun-Hogenberg. In sechs monumentalen Bänden stellten Georg Braun und Franz Hogenberg zwischen 1572 und 1640 eine Übersicht von fast 600 Städten von Mexiko bis nach Indien zusammen. Neben großformatigen Stadtansichten und Stadtplänen enthalten die insgesamt 1.600 Seiten umfassenden Bücher auch kurze Beschreibungen der jeweiligen Orte. In einer Studioausstellung zeigt das Germanische Nationalmuseum eine Auswahl der schönsten Darstellungen bedeutender europäischer Städte. Die aufgeschlagenen Bücher werden um rund 20 Einzelblätter aus den Bänden ergänzt. Ein Meisterwerk in Text und Bild.

Zeitraum: bis 24.09.2017
Ort: Germanisches Nationalmuseum, Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg
Eintritt: € 8,- / 5,-

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Feridun Zaimoglu

Lesung
1964 im anatolischen Bolu geboren und seit 1965 in Deutschland beheimatet, wurde ihm Deutsch zur geliebten Muttersprache, in der er es zu literarischer Meisterschaft brachte. Schon mit seinem Debüt "Kanak Sprak" avancierte er zum Kultautor. Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller begeisterte uns im Literaturhaus Nürnberg bereits bei den Lesungen aus seinen Romanen "Leyla" und "Liebesbrand".

Nun überrascht Feridun Zaimoglu zum Jubiläum "500 Jahre Reformation" mit einem neuen literarischen Glanzstück, in dem er die Sprachkraft Martin Luthers lebendig werden lässt. Intensive Recherchen und Quellenstudien sorgten für die genaue historische Grundierung in seinem druckfrischen Roman.

"Evangelio" (Kiepenheuer & Witsch) ist ein facettenreiches Panorama der Glaubenswelten, Umbrüche und Dispute während der Reformation. Zaimoglu erzählt atmosphärisch dicht aus der Perspektive eines authentisch gezeichneten katholischen Landsknechts, der als Leibwächter Luther hautnah kennenlernt – auf der Wartburg 1521, im Jahr schlimmster Anfechtungen, aber auch größter Verdienste durch Luthers Übersetzung der Bibel.

Datum: 04.05.2017, 20:00 Uhr
Ort: Literaturhaus Nürnberg, Luitpoldstraße 6, 90402 Nürnberg
Eintritt: € 12,-/6,-

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Franz Kafka: Die Verwandlung

Schauspiel
"Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt."

Kafkas Erzählung von der seltsamen Transformation des Vertreters Gregor Samsa in - ja, in was eigentlich genau? Käfer? Schabe? Fantasieinsekt? - beschäftigt die Literaturgeschichte seit 1915. Zahlreiche Interpretationsversuche haben versucht, diesen Text zu enträtseln - geht es um das unterdrückte Individuum? Die entmenschlichte Arbeitswelt? Familiäre Zwänge? Depression? Oder etwa im Gegenteil um das Erwachen aus Unmündigkeit? Befreiung? Einsamkeit? Glückseligkeit? Ironie? Alptraum? Zynismus? Naivität?

Merten Schroedter durchlebt Kafkas mitreißenden, berührenden Text Wort für Wort. Assoziationsräume tun sich auf, Situationen werden erlebbar gemacht, die Geschichte entfaltet ihren unheimlichen Sog. Ein Schauspieler, ein Sofa, ein großartiger, überraschend moderner Text, der sein Publikum auch hundert Jahre später in seinen Bann zieht und so schnell nicht mehr loslässt.

Datum: 04.05.2017, 20:00 Uhr
Weitere Termine: 05.05., 20 Uhr
Ort: Gostner Hoftheater e. V., Austraße 70, 90429 Nürnberg
Eintritt: ab 14,85/10,45 Euro

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6. Nürnberger Integrationskonferenz

Gemeinsamkeiten in der Vielfalt – Leitlinien für die Stadtgesellschaft
2004 hat der Nürnberger Stadtrat die Leitlinien zum Integrationsprogramm der Stadt Nürnberg beschlossen. In 15 Punkten wurden die Grundlagen und die integrationspolitischen Ziele formuliert. Nach über zehn Jahren und vor dem Hintergrund einer breiten gesellschaftlichen Debatte über Integration ist es an der Zeit, die Leitlinien kritisch zu überprüfen. Integrationspolitik ist auch in Nürnberg mit seiner vielfältigen Bevölkerung längst zur Gesellschaftspolitik geworden. Die gesellschaftlichen Veränderungen werden kontrovers diskutiert, und ihre hohe Geschwindigkeit ruft bei vielen Menschen Verunsicherung hervor. Viele fragen sich: Welches sind die gemeinsamen Wertegrundlagen, ist auf die Institutionen noch Verlass, benötigt die Gesellschaft eine „Leitkultur“ oder geht es vor allem darum, durch politische Bildung die Werte des Grundgesetzes und der Menschenrechte besser zu vermitteln?

Wir erhoffen von der diesjährigen Integrationskonferenz gemäß dem Motto "Vielfalt schätzen. Teilhabe stärken. Zukunft gestalten" zahlreiche Anregungen und Ideen zur Überprüfung des bisher Erreichten und zur Weiterentwicklung der kommunalen Gesellschaftspolitik.

Bitte melden Sie sich bis zum 5. Mai 2017 online an unter www.integration.nuernberg.de

Datum: 13.05.2017, 09–16 Uhr
Ort: südpunkt, Pillenreuther Straße 147, 90459 Nürnberg
Teilnahmegebühr: kostenlos

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Schwarz Weiß

Fotoausstellung
Die schöne bunte Bilderwelt der digitalen Bilder hat auch die Schwarzweiß-Fotografie etwas ins Abseits gestellt. Das muss nicht so bleiben. Unser Gast aus dem Iran und 13 Mitglieder der fotoszene nürnberg haben sich der Kunst des "Litchtmalens" gestellt und präsentieren erstaunliche und überraschende Bildkompositionen.

Zeitraum: 29.04.–01.07.2017
Ort: Atelier- und Galeriehaus Defet, Galerie-Eingang EG, Gustav-Adolf-Straße 33, 90439 Nürnberg
Öffnungszeiten: Sa.: 12-15 Uhr (10. und 17.06. geschlossen)
Eintritt: frei

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Die Unsichtbaren. Obdachlose im Porträt

Fotoausstellung
Jeden Tag begegnen wir Menschen, die auf der Straße leben – meistens schauen wir an ihnen vorbei. Wer sind sie, was ist ihre Geschichte?

Fotograf Reto Klar und Autorin Uta Keseling (Berliner Morgenpost) suchten in der Bahnhofsmission am Berliner Bahnhof Zoo nach Antworten und begleiteten den Alltag obdachloser Frauen und Männer durch Porträts und Geschichten.

Zeitraum: bis 30.04.2017
Ort: DB Museum, Lessingstraße 6, 90443 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di.-Fr. 10-17 Uhr; Sa.+So. 10-18 Uhr
Eintritt: € 6,- / 5,-

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Boris Lurie. Anti-Pop

Ausstellung
Der US-amerikanische Künstler Boris Lurie (1924-2008) hat ein radikales Werk hinterlassen, das in Bild und Wort den bürgerlichen Kunstbegriff attackiert. Allen idealistischen Erwartungen an Kunst, jeder Form von Ästhetizismus, aber auch dem kapitalistischen Kunstmarkt erteilte Lurie eine unmissverständliche Absage.

Als Mitbegründer der "NO!art"-Bewegung im Jahre 1959 trat der Künstler für eine soziale Kunst ein, die ästhetische Innovation als Nebenprodukt ungehemmten Ausdrucks erzielt.

Ausgesprochen kritisch stand Boris Lurie der Pop-Art gegenüber, die in den 1960er Jahren den Markt und die Museen eroberte: "Pop-Art ist reaktionär. Sie verherrlicht die Konsumgesellschaft und mokiert sich nur über den Konsum der unteren Klassen: die Suppendose, das billige Hemd. Pop-Art ist chauvinistisch." Diese Abgrenzung wird nicht geschmälert durch die Tatsache einer wechselseitigen Beeinflussung durch die geschmähten Pop-Artisten. Boris Lurie war stets offen für vielfältige ästhetische Impulse – von Pop bis Fluxus.

Zeitraum: bis 18.06.2017
Ort: Neues Museum, Eingang Klarissenplatz, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di.-So. 10-18 Uhr; Do. 10-20 Uhr
Eintritt: € 6,- / 5,-

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Die Blaue Nacht – Ausstellung zur Burgprojektion

Barbara Engelhard illuminiert die Kaiserburg
In unserem Bewusstsein sind die Gedanken wie ein großes Meer. Sie tauchen auf, werden vielleicht Realität oder gehen auch wieder unter. Inspiriert von der "Odysee", dem Thema der Blauen Nacht 2017 (6. Mai), nimmt die Kaiserburg-Projektion den Betrachter mit auf eine Reise in unergründliche Gedankenwelten. Er begibt sich auf eine Irrfahrt, in der sich Gedankenbilder und -sprünge in phantastischen und poetischen Bildern materialisieren.

Die Ausstellung erzählt von der Entstehung der Burgprojektion und gibt außerdem einen Einblick in die Arbeit der Fürther Künstlerin Barbara Engelhard, die bereits in drei Blauen Nächten mit verschiedenen Kunstprojekten vertreten war.

Zeitraum: bis 07.05.2017
Ort: Glasbau im KunstKulturQuartier, Königstraße 93, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Die Blaue Nacht, 6. Mai 2017, 19 bis 24 Uhr, ansonsten: Di.–So. 10 bis 18 Uhr, Mi. 10 bis 20 Uhr
Eintritt: frei

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